Chaostage

 

In San Carlos de Bariloche warten wir auf Theresa. Wir machen nochmal Hausputz und gehen lecker Essen und genießen unseren letzten Abend zu zweit. ( Ihr versteht schon🙂 Am nächsten Tag stehen wir wie verabredet am Flughafen, das Flugzeug landet auch überpünktlich und Theresa ist auch drin – wunderbar das klappt ja wie am Schnürrchen ! Irgendwas stimmt da aber nicht, Theresa ist zwar da, aber nur Handgepäck !? Das ist dann doch ein bisschen wenig.
Tja, was ist passiert. Kurze Rückblende:

 

Theresa landet in Buenos Aires, Sie ist seit fast 20 Stunden auf den Beinen und freut sich auf ihr Gepäck am Gepäckband. Das Band läuft einmal durch, zweimal, dreimal, viermal – schon wieder der Krokokoffer – fünfmal, sechsmal, siebenmal … aber kein Rucksack. Auf Nachfrage sagte die nette junge Dame, dass das Gepäck in Madrid falsch geroutet wurde und am nächsten Tag um zwölf Uhr ankommen soll. Dumm nur das um 12 Uhr schon Theresas nächster Flug nach San Carlos ging. Nach 20 Anrufen bei der Iberia Hotline war dann ausgemacht, dass das Gepäck nach San Carlos geschickt wird. Dann also ab ins Taxi um ins Hotel zu kommen, auf dem Weg nochmal schön vom Taxifahrer abgezockt (die teuerste Taxifahrt Ihres Lebens) und wenigstens ein paar Stunden geschlafen (was dann doch etwas schwierig war, da das Hotel im Rotlichtviertel lag).

 

Naja, Theresa war erstmal da und uns wurde am Flughafen versichert, dass das Gepäck am nächsten Tag da wäre.

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Morgens zickt dann der Landy etwas und will nicht anspringen. Also schieben die Mädels das kleine Auto an. Wunderbar. Das Gepäck war dann auch wirklich am Flughafen. Jetzt kanns losgehen. (Nach dem Umziehen, endlich frische Kleidung)

Wir fahren Richtung chilenische Grenze, genießen die Landschaft und das Wetter. Auf einmal geht die Batterieleuchte des Autos an. Naja, so schlimm kanns eigentlich nicht sein. Wir fahren in den Nationalpark und suchen uns ein schönes Fleckchen zum schlafen und wo wir mal nach dem WUGi schauen können. Das Problem kann an dem Tag nicht gefunden werden, vermutlich kaputte Lichtmaschine, nicht gut. Jetzt brauchen wir Plan B. Wir überlegen dass wir am nächsten Tag lieber nochmal zurück in die nächstgrößere Stadt fahren und vertagen bis dahin das Problem. Am Abend trinken wir noch etwas mit unseren Argentinischen Nachbarn am Lagerfeuern (wir verstehen uns mit Händen und Füßen) spielen Cajon und Gitarre und genießen den wunderschönen Sternenhimmel. Zum Abschied bekommen wir noch eine argentinische Rock-CD geschenkt – nette Nachbarn ;D

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Am nächsten Morgen hat sich das Problem leider noch nicht von alleine erledigt. Na gut, ab in die nächste Stadt. Wir finden auch einen kompetenten Mechaniker, der mit Benny die Lichtmaschine ausbaut. Die war dann allerdings doch nicht das Problem. Die beiden messen und machen und finden dann auch den Übeltäter. Nach 2 Stunden war der WUGi wieder Startklar und es konnte weitergehen. So jetzt endlich Richtung Chile, auf die Caraterra Austral. Kurz vor der Grenze bauen wir dann unsere Zelte auf und übernachten nochmal auf argentinischer Seite.

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Am nächsten Morgen gehts dann als erstes zum Grenzübergang. Der motivierte Grenzbeamte nimmt uns unsere gut versteckte Zwiebel und unseren Honig ab (diesmal hat das mit der Lockwurst leider nicht funktioniert) – naja was wollen wir machen, um den Honig trauern wir ein bisschen ;(

 

Dann die ersten Meter Caraterra – üble Piste – aber das wollten wir ja. Doch was dann kam nicht. Auf der Strasse stehen ein LKW, Gepäck und Menschen. Wir halten und und kucken was da los ist. Kurz vorher hat sich ein Auto überschlagen und liegt in einem Wasserloch neben der Strasse, was wir erst gar nicht gesehen haben. 2 der Insassen geht es zum Glück gut, der dritten leider nicht so. Sie war wohl nicht angeschnallt und hat Schmerzen im Rücken und an den Rippen (also liebe Kinder, bitte nie unangeschnallt fahren !!). Der LKW-Fahrer kann die Verletzte und Ihre Freundin mitnehmen, wir laden das Gepäck ein und der andere wartet am Auto. Wir waren etwas verwundert, das man keinen Krankenwagen rufen kann, aber sowas gibt es hier nicht. Wir fahren hinter dem LKW her bis es auf einmal nicht mehr weitergeht. Die Strasse ist aufgrund von Steinschlag und der Bauarbeiten gesperrt. Der Bauarbeiter nimmt es gelassen, dass eine Verletze im Wagen ist und sagt uns das die nächsten 4 Stunden die Strasse nicht passierbar ist. Also Verletzte in einen Pickup umladen (der dann auch schon zufällig den 3ten aus dem Wagen aufgesammelt hatte), die Freundin zu uns in den Innenraum, auch wenn der schon mit Gepäck voll war, aber was wollten wir machen. Wir müssen  eine Umleitung fahren (die für den LKW nicht passierbar war / 30 km über Schotterpiste). Die Bauarbeiter funken noch einen Arzt an, der uns dann auch irgenwann entgegen kommt. Er checkt kurz die Verletze, zieht ihr immerhin eine Halskrause an und schickt uns weiter.  Doch da taucht auch schon das nächste Problem auf – eine Hängebrücke mit Höhenbegrenzung – der Pickup passt noch gut durch, bei uns wird’s eng.

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Nachdem wir alles vom Dach abgeschnallt haben (auch noch in den Innenraum), kamen wir mit 5 cm Spiel dann doch durch. Da wir den Pickup (der den Weg wusste und unser Navi heute mal keine Lust hatte zu arbeiten) in der Zeit natürlich verloren haben, wartet ein Insasse aus dem Pickup an der nächsten Kreuzung wo wir abbiegen mussten. Der Pickup ist natürlich schon weiter, die Verletze musste ja schnellstmöglich ins Krankenhaus (mittlerweile 3 Stunden Fahrt auf übler Piste / das beste für eine Rückenverletzung ;( ) also noch eine weiter Person in den Wug und weiter gehts. (Mittlerweile 5 Personen + Gepäck für 6 Personen).

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Dann war es aber nur noch eine halbe Stunde Fahrt und wir erreichen endlich La Junta, wo es ein „Krankenhaus“ gibt. Alle erfolgreich abgeliefert. Juhu – jetzt nur noch auf den nächsten Campingplatz. Duschen, Essen, Schlafen…

 

Eine Antwort zu “Chaostage

  1. Wie schön, von euch zu hören. Zum Glück hat das mit Resi’s Gepäck doch noch geklappt, hatte mir voll die Sorgen gemacht😉
    Das sieht ja alles traumhaft aus. Genießt weiterhin die tolle Landschaft und lasst es euch gut gehen. Ich freu mich aber trotzdem, wenn ihr alle wieder da seid. Bis dann, liebe Grüße Susi

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