Auf dem Weg nach Peru

Jetzt war es aber wirkich an der Zeit aufzubrechen und weiterzufahren😉 Unser erstes Ziel ist Copacabana am Titicacasee (noch auf bolivianischer Seite). Der Titicacasee ist der höchste mit Schiffen befahrene See der Welt, man kommt sich fast vor wie am Meer und man merkt gar nicht, dass man auf über 3500 m ist.

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Um nicht den ganzen See umfahren zu müssen, kann man mit der Fähre übersetzten. Fähre kann man nicht wirklich sagen, da es nur ein paar Holzbretter mit Motor sind. Im letzten Jahr sind aber angeblich nur 2 dieser Gefährte untergegangen, deshalb wagen wir es und setzten damit über. Wir haben natürlich das Glück, dass neben uns noch ein Reisebus auf dem selben Kahn übersetzt. Aber seht selbst:

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Nach 15 Minuten bibbern haben wir es aber geschafft und kommen heil auf der anderen Seite an.

In Copacabana gibt es zwar einen Zeltplatz, dieser ist aber nur für Zelte, der Besitzer erlaubt uns aber davor zu stehen und gegen einen kleinen Obulus das Klo mitbenuzten zu dürfen.

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Das Städtchen gefällt uns sehr gut, es sind viele Backpacker dort und es wirkt sehr alternativ. Da das Wetter aber nicht so mitspielt, entschliessen wir am nächsten Tag weiterzufahren und den Grenzübertritt nach Peru zu wagen.

Der Grenzübertritt verläuft problemlos. Das Prozedere ist uns ja mittlerweile bekannt und wir wissen wo wir welche Papiere vorzeigen müssen. Weder der Zoll noch die Grenzpolizei haben unsere Versicherungspapiere angemeckert, dass nur als Anmerkung am Rande, ihr werdet später wissen warum ich das erwähne😉

Unser erstes Ziel in Peru ist der Lago Umayo. Dort gibt es ein kleines Areal mit Inka – Chullpas (Begräbnisstätten), wo man auch übernachten darf.

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Auf dem Weg dorthin werden wir von der Polizei angehalten, das erste Mal ist alles gut. Beim zweiten Mal meint der Polizist, dass unsere Versicherungsunterlagen nicht in Ordnung wären. Wir diskutieren mit ihm, da wir uns sicher sind, dass alles passt, zeigen ihm an welcher Stelle steht, dass die Versicherung auch für Peru gilt usw. usf. Das überzeugt ihn aber alles nicht. Er möchte das wir eine Strafe von 440 $ zahlen. Das sehen wir natürlich nicht ein, woraufhin er Benny droht ihn festzunehmen. So schnell lassen wir uns aber nicht beeindrucken, wir sagen, dass wir gerne die Deutsche Botschaft anrufen möchten, da wir nicht verstehen wo das Problem liegt, woraufhin der Polizist meint, dass nicht die Botschaft unser Freund ist, sondern er und was wir denn bereit sind zu zahlen damit er uns hilft. Spätestens ab dem Zeitpunkt war klar, dass wir an den ersten korrupten Bullen auf unserer Reise geraten sind. Deshalb bestehen wir weiterhin darauf die Botschaft anzurufen. Nach etwa einer 3/4 Stunde merkt er dann wohl auch, dass wir nicht zu beeindrucken /erpressen sind, woraufhin er uns dann einfach so weiterfahren lässt. Komisch😉

Am Abend kommen wir dann am Lago Umayo an. Wir schlagen unsere Zelte auf und machen etwas zu Essen.

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Der Museumswächter kommt vorbei, erklärt uns, dass wir das Klo die ganze Nacht lang nutzen dürfen, hält mit uns ein Schwätzchen und wir laden ihn auf ein Stück Melone in den Schrank ein. Erst war auch alles gut, bis er angefangen hat das Auto zu scannen, die Schuhe betaschte und auf einmal fragte ob er Michas Schuhe geschenkt bekommt. Dieses paar Schuhe wollte Micha noch am Morgen wegschmeissen, da Sie schon etwas riechen. Also gut – schenken tut er ihm die Schuhe nicht, aber gegen einen nächtlichen Museumsbesuch und eine Kette (die Sina vorher schon ins Auge gefallen ist) könnte man die Schuhe ja tauschen. Gesagt getan. Der Museumsbesuch war ganz interessant. Doch dann ging die Diskussion los, er möchte die Schuhe geschenkt und auch noch ein Geschenk aus Deutschland, für den Museumsbesuch. Kleiner Finger, ganze Hand und so. Im Endeffekt hat Sina dann die Kette für die Schuhe bekommen, es war allerdings Schade, dass es eine so lange Diskussion darum geben musste und der Abend dann für uns alle gelaufen war.

Am nächsten Morgen stehen wir um halbsechs auf, da wir noch eine kleine Wanderung auf den Berg mit den Chullpas machen wollen.

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Danach steht uns ein langer Fahrtag nach Cusco bevor. Diesmal zwar wieder mit Polizeikontrollen (was aber auch in Bolivien und Argentinien üblich war), aber ohne Erpressungsversuche. In Cusco gibt es einen kleinen Campingplatz, ein Treffpunkt für Autoreisende, den wir nach einiger Suche auch finden.

Heute werden wir uns erstmal Cusco anschauen und dann unseren Ausflug zum Maccu Picchu planen.

Kleine Anmerkung am Rande: Heute haben wir den ersten Monat voll. Wir sind 4000 km gefahren und haben 4 Länder bereist.

3 Antworten zu “Auf dem Weg nach Peru

  1. Hey ihr zwei Reisende,
    musste bei eurem Bericht sehr schmunzeln…da habt ihr ja wieder so einiges erlebt. Sehr spannend.
    Herzlichen Glückwunsch zu den 4000km. YEAH. Bin mal gespannt wo der Km-Stand steht, wenn ich anreise :O)
    Weiter so….und liebe Grüße aus dem langsam wieder tauende Deutschland

  2. hallo Ihr Lieben,
    finde es auch ganz schön an eurer Reise wenn auch nur über eure Berichte teilnehmen kann,Finde.mich oft in Situationen auf der Reise nach Simbawe. Wünsche euch noch ganz viel Spaß.Grüße aus Amelinghausen

  3. Hallo ihr zwei, na dann habt ihr ja schon ordentlich Kilometer geschafft. Wir lesen immer ganz gespannt mit und schmunzeln ab und an über das ein oder andere. Mittlerweile seht ihr richtig schön wie Reisende aus😉 Das mit dem netten Polizisten habt ihr gut gemacht, Helmut ist wieder bei uns, den haben sie ordentlich abgezockt in Argentinien. Ganz Liebe grüße von uns. Ach übrigens Katrin, wir haben die Waaaruuum??? Phase erreicht- Mia lässt sich nun alles erklären, du kennst das ja😉 Bis bald, die M´s van der Farm😀

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