Hartes Bolivien / Salar de Uyuni – oder auch nicht

Die Nacht im Auto war angenehm😉 An Bolivien muss ich mich aber erstmal gewöhnen. Die Armut der Menschen ist überall zu sehen. Die Städte sind laut und grausam. Kinder wollen uns an jeder Ecke etwas verkaufen (Eis, Getränke) und sind dabei ganz schön penetrant. Sie steigen auf die Trittbretter unserer Autos und versuchen uns mit Ihren Kulleraugen zu überreden. Auf der Routa 1 (Panamericana) wird es noch schlimmer, die Kids klopfen ans Auto, versuchen die Türen aufzureisen und schreien Monedas Monedas. In den Bergdörfern und allgemein ausserhalb der großen Städte sind die Menschen aber zum Glück ganz anders ! An den Tankstellen zahlen wir das 3fache, wie die Einheimischen (was vom Staat so vorgesehen ist), dafür werden wie aber auch mit Priorität bedient, was auch von Vorteil ist, da die Schlangen vor den Zapfsäulen ziemlich lang sind und man schonmal mehrere Stunden auf Benzin warten kann.

Unser nächstes Ziel ist der Salar de Uyuni. Da wir in Tupiza nicht die richtige Routa finden, fahren wir erstmal gen Norden und beschließen die Schotterpiste querfeldein zu nehmen. Wir Missachten alle Warnungen, dass aufgrund der starken Regenfälle der letzten Tage, die Strasse unpassierbar sei und fahren drauf los. Wir haben ja Allrad und einen Schnorchel. Wir fahren 40 km eine schöne, aber durch die Regenfälle schon in Mitleidenschaft gezogene Schotterpiste entlang, bis es nicht mehr weiter geht, da ein Fluss im Weg ist. Aber wir haben ja Allrad und einen Schnorchel.

Piste

Da die Strommasten weitergehen, gehen wir davon aus, dass es auch noch Leben in der Region gibt und nehmen den direkten Weg durch den Fluss. Nach 2-3 km durch den Fluss, sehen wir aber immernoch keine Strasse. Eine Frau die wir dort treffen, erklärt uns, dass dies ein Dead End ist, es aber weiter vorne eine Abzweigung gab. Also den ganzen Weg wieder zurück, die Abzweigung ist dann auch relativ schnell gefunden, also weiter im Text. Wieder durch den Fluss, aber diesmal finden wir den richtigen Weg. Die Strasse wird allerdings immer schlechter bis Sie endgültig weggespült war. Wir standen vor einem Absatz von ca. 1,5 m. Aber wir haben ja einen Schweizer Strassenbauer dabei, also machen wir uns daran, die Strasse mit Steinen und Schotter zu reparieren.

Bauarbeiten

Nach einer 3/4 Stunde Arbeit hatten wir auch dies geschafft und konnten die Stelle passieren. Wir kommen vielleicht 6-7 km bis die Strasse wieder abgebrochen war, diesmal aber so, dass nichts mehr zu machen war. Also blieb uns nichts anderes übrig als umzudrehen.

Die Stelle die wir vorher repariert haben, war zwar zum herunterfahren geeignet, aber nicht wirklich zum wieder hochfahren. Also wieder Steine schleppen, bis wir den Weg soweit hatten, dass wir mit wenigstens einem Auto wieder hochkommen .Dabei geht allerdings wieder soviel kaputt, dass das zweite Auto es nicht mehr schafft. Also kommen die Winden zum Einsatz und mit allen Tricks und Finessen schaffen wir auch das.

Da es mittlerweile schon recht spät war, fahren wir noch ein Stück bis wir eine geeignete Stelle zum Übernachten finden. Dort schlagen wir unser Lager auf. So kommen wir wenigstens zu unserem ersten wilden campen.

Schlafplatz

Da es keinen Sinn macht, zurück bis Tupiza zu fahren und dann wieder hoch zum Salar, beschliessen wir den Salar erstmal auszulassen und auf dem Rückweg anzuschauen. Wir fahren jetzt direkt nach La Paz. Dies ist eine 2 Tagesetappe, aber wir wissen, dass es dort ein gutes Hotel gibt, wo wir auch campen dürfen. In La Paz wollen wir uns dann das Valle de la Luna anschauen.

Eine Anmerkung am Rande: Liebe Kerstin: Vielen Dank für das Messer. Es ist im täglichen Einsatz und ich kann dir sagen, es schneidet auch Fleisch wie Butter ! Zum Glück haben wir Klammerpflaster dabei😉

Katrin Finger

 

 

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