Rurrenabaque / Santa Rosa – Die Pampas Tour

Vor der Abreise gönnten wir uns am Abend noch ein Käsefondue und reichlich Wein in geselliger Runde. (In einem Schweizer Hotel)

Am Dienstag machten wir uns dann wie angekündigt auf den Weg nach Rurrenabaque. Nach dem aufstehen nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zum International Airport nach El Alto, einem Stadtteil von LaPaz. Wie es in Südamerika eben so ist, ist der Flieger natürlich nicht pünktlich gestartet, eine Info wann es losgeht gab es auch nicht, aber daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Irgendwann war es dann soweit, wir mussten die ganz normale Sicherheitskontrolle, wie an jedem anderen Flughafen, durchmachen und durften dann auf’s Rollfeld zu unserer Maschine.

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Nein – nicht die große Maschine im Vordergrund war für uns gedacht, sondern die kleine im
Hintergrund. Hatte aber auch einen  Vorteil, jeder von uns hatte einen Fensterplatz ;)

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Der Flug war wesentlich angenehmer als am Anfang erwartet und nach 40 Minuten Flugzeit, sind wir auch schon in Rurrenabaque angekommen. Der Flughafen in Rurre ist etwas kleiner, aber immerhin ist die Landebahn geteert. Das Gepäck wurde direkt aus dem Flugzeug an uns übergeben und es stand auch schon ein Bus bereit, der uns von der Landebahn in die Innenstadt gefahren hat. In Rurre erwartete uns Hitze und Schwüle, dass genaue Gegenteil von La Paz.

Als erstes haben wir uns einen Andocker gegönnt (so wird liebevoll das erste Bier nach der Ankunft genannt) und haben noch eine leckere Banane aus dem Garten des Kneipenbesitzers bekommen. Dann gings ab ins Hostel. Die Zimmer entsprachen bolivianischem Standard, aber immerhin hat es nicht nach Alpaca – Kacke gerochen. Der Innenhof des Hostels war aber sehr schön gestaltet. So lässt es sich aushalten.

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Abends treffen wir das erste Mal unseren Guide Louis und sind Essen gegangen, es gab Caipis und Piccu a lo macho (Rindfleisch, Würstle, Pommes, Zwiebel und Peperonis – ein typisch bolivianisches Gericht).

Da wir ja wieder auf 200 Höhenmeter runter waren, kühlte es auch in der Nacht nicht wirklich ab. Dadurch haben wir wenig geschlafen, nochdazu pendelte Benny zwischen Toilette und Bett hin und her. Das morgendliche duschen hat ganze 5 Minute Frische gebracht. Egal – erstmal frühstücken. Ich hole uns Kaffee und Gebäck, aber was ist das?  Als ich zurückkomme liegt Benny apathisch auf seinem Stuhl – nicht gut. Die Jungs haben ihn dann samt Stuhl erstmal in ein Zimmer gebracht, damit er sich hinlegen kann. Ulli – der u.a. Arzt ist – hat seinen Puls gefühlt und sich um ihn gekümmert und nach ein paar Minuten war zum Glück alles soweit wieder gut. Das heiße Wetter und das ungewohnte Essen haben ihm wohl etwas zugesetzt. Wir warteten noch ein bisschen, entschlossen dann aber die Tour trotz alledem anzutreten.

Dann ging es los: Erstmal 3 Stunden Autofahrt, in einem alten Toyo in dem es nach Benzin stank Richtung Santa Rosa.

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Zwischendurch gab es noch etwas zu Essen in einem einheimischen Lokal. Dann sind wir umgestiegen in ein kleines Boot.

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Wir fuhren mehrere Stunden durch den Fluss und haben schon viele Tiere sehen können (verschiedenste Vögel, Schildkröten, Affen (Brüll- und Kapuzineraffen), Krokodile, Caymane, Wasserschweine und einiges andere).

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Irgendwann kamen wir dann in unserer Lodge an. Hier bekamen wir erstmal unsere Zimmer zugeteilt. Room 1 teilten sich: Micha, Sina, Ulli, Benny und ich – hatte ein bisschen was von Jugendherberge ;) War aber eine sehr lustige Kombination! Silvia und Per hatten den VIP-Room mit eigener Dusche für sich alleine.

Zum Sonnenuntergang sind wir dann an die nahegelegene Bar gegangen und haben uns, mal wieder,
einen Andocker gegönnt.

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Dann gab es dass erste Abendessen. Wirklich erstaunlich, was man in einer Pampaküche alles zaubern kann.

Als es dunkel war ging es, mit Taschenlampen bewaffnet, wieder auf’s Boot, damit wir die Krokodilaugen sehen und den nächtlichen Geräuschen der Pampa lauschen können. Leider mussten Micha und Benny hier abklemmen, da Sie beide noch etwas angeschlagen waren. Wir sahen einige Krokodilaugen und lauter leuchtende kleine Punkte in den Büschen – das waren wohl alles Spinnen – was ich gruseliger fand als die Krokodile.

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So langsam machten wir auch Bekanntschaft mit den Moskitos. Unangenehme Zeitgenossen. Wir haben
zu zweit in 3 Tagen 2 Dosen Repellant verbraucht (was sich neben dem Schweiß und der Sonnenmilch nicht wirklich toll auf der Haut anfühlt) und sind trotzdem total verstochen. Ein Bad in Fenistilsalbe wäre jetzt ein Traum.

Am nächsten Morgen hieß es dann um 5 Uhr aufstehen um den Sonnenaufgang zu beobachten. Wir hörten das morgendliche Konzert der Brüllaffen und genossen die Ausfahrt.

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Zurück in der Lodge war Frederico – das Hauskrokodil aus dem Wasser aufgetaucht – wirklich  beeindruckend.

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Dann gab es ein reichhaltiges Frühstück.

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Jetzt war es an der Zeit die Gummistiefel anzuziehen und ein bisschen durch die Pampa in ein
nahegelegenes Waldstück zu laufen um eine Anaconda zu suchen.

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Leider erfolglos. Die Anacondas ziehen sich zur Regenzeit zurück, was es um diese Zeit wohl etwas schwierig macht eine zu finden. Dafür gab es wieder jede Menge Moskitos und einen großen Kauz.

Nach dem Mittagessen sind wir dann wieder auf’s Boot. Wir fuhren Richtung Dolphin-Area und haben auch wirklich Rosa -Flussdelphine gesehen (hiervon gibt es leider keine Bilder – schwierig das richtige Timing zum Abdrücken zu finden). Sina und Micha waren auch echt mutig und sind in die schwarze Brühe gesprungen um mit den Delphinen zu schwimmen.

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Ich konnte mich nicht überwinden in das Wasser zu gehen, vorallem nicht nachdem uns der Guide erzählte, dass seit einiger Zeit die Fische nicht mehr anbeissen und die Brühe immer schwärzer wird. Woher dass nur kommt (evtl. die Insektenmittel die sie überall versprühen !?!?)
Auf dem Rückweg zur Lodge, haben wir noch ein Faultier gesehen (sogar in Bewegung) (Benny hat’s endeckt ;)), ausserdem wieder Affen, Aras und sonstiges Getier.

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Abends dann wieder das selbe Prozedere, zum Bierchen gings an eine nahegelegene “Bar”, Abendessen, duschen und ab ins Bett. Komischerweise macht einem in der Umgebung das duschen mit Spinnen und Fledermäuse nichts aus ;)

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Jetzt bricht schon der letzte Tag in der Pampa an. Wir entscheiden uns gegen das Pyranha-Fischen und lassen uns von Louis einfach noch ein bisschen über den Fluss fahren. Zum krönenden Abschluss sehen wir noch einen Eisvogel.

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Dann geht es wieder zurück nach Rurre. Wieder 3 Stunden Autofahrt im Toyo und ihr könnt uns glauben, 3 Stunden Fahrt in so einem Auto können ganz schön lang sein ;) Wieder ins gleiche Hostel und Abends wieder Essen. Diesmal trinken wir soviele Caipis, bis wir die Mückenstiche nicht mehr fühlen (besser gesagt ich ;)). Trotzdem war es eine unruhige Nacht, da irgendjemand im Hostel die Zeche geprellt hat und es noch etwas lauter wurde.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit dem Bus zum Flughafen in Rurre. Ein Pampaflughafen.

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Kleines Gebäude, aber trotzalledem mussten wir richtig einchecken mit allem drum und dran. Die Mitarbeiter taten sehr wichtig, erklärten uns welche Gegenstände wir im Handgepäck mitführen dürfen und welche nicht. Sina hat aber 2 Dosen Repellant durch die Kontrolle geschmuggelt, Benny 1 Feuer (1 wurde ihm aber abgenommen).

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Der Flug sollte um 13 Uhr gehen, wurde dann aber um eine Stunde verschoben, dann nochmal um eine und dann nochmal auf 18 Uhr. Angeblich wegen eines Unfalls in La Paz, wir glauben allerdings, dass sie nur 2 Flüge zusammenlegen wollten um 40 Personen zusammenzubekommen. Wie wir nämlich später erfuhren, waren wir bei dem ersten Flug eines größeren Flugzeugs von Rurre nach La Paz dabei. Die Mitarbeiter am Flughafen waren ganz aus dem Häuschen und es war sogar die Presse da.

Aber erstmal mussten wir mehrere Stunden an dem Flughafen ausharren. Zum Glück gab es eine kleine Bar in der es Bier und Essen gab, ausserdem hatten sie einen Papagei mit dem wir uns die Zeit vertreiben konnten.

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Irgendwann ging es dann auch los. Kaum in der Luft, ging das Flugzeug auch schon wieder in den Sinkflug, woraufhin Benny und ich uns ganz erschrocken anschauten, was die Crew die hinter uns sass zum kugeln fand. (Naja Sinkflug konnte man es auch nicht wirklich nennen, da wir von 200 m auf 3600 m hochgeflogen sind).

Jetzt sind wir wieder in unserem eigenen Zuhause.

Heute verabschiedeten wir uns von Ulli, Per und Silvia ;( Es war schön mit euch !

Mehr Infos über unsere Wegbegleiter findet ihr auf unserer neuen Unterseite: http://theworldisourplayground2013.wordpress.com/wegbegleiter

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3 Antworten zu “Rurrenabaque / Santa Rosa – Die Pampas Tour

  1. Ihr Lieben,
    außer Spinnen, Fledermäuse und Moskitos hört sich alles gaaaanz toll an. Wünsche euch weiterhin eine abenteuerliche Reise. Auch wenn ich nicht immer meinen Senf dazu gebe, lese ich die Berichte sehr interessiert. Also schön fleißig schreiben und tolle Fotos machen.
    Liebe Grüße aus dem verschneiten und vereisten Würzburg, Susi

  2. Oh man, was für ein super Ausflug. Sieht ja alles spitzenmäßig aus (bis auf die Fledermaus in der Dusche :O)
    Lustig finde ich auch, dass man anhand von Bennys Bart sieht, wie lange ihr schon unterwegs seid :O)

  3. hallo Kaethe und Ben , haben uns endlich mal eure bloggadreese von Andy geben lassen . Echt beeindruckend was man mit dem internet alles machen . Aber vielleicht ist das ja wie mit der Mondlandung, alles Fake und ihr sitzt noch in aschebersch und veräppelt uns nur .Im ernst tolle Bilder und tolle Texte , Hut ab .Wir wünschen euch das es so weiterläuft und werden ab jetzt regelmäßig mal reinschauen . Jetzt wo ich weiß was man alles mit dem www machen kann außer ebay etc. es grüßen Tini Mara Nicki und Peter

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